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TÜV-Verband und BSI: 17 Prozent der Unternehmen melden KI-bezogene Sicherheitsvorfälle

Jedes sechste Unternehmen in Deutschland hat bereits einen Sicherheitsvorfall mit KI-Bezug erlebt, aber nur jedes neunte hat dafür einen Notfallprozess. Das zeigt eine Studie, die der TÜV-Verband und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik am 7. Oktober vorgestellt haben. Phishing bleibt mit 90 Prozent die häufigste Angriffsform, zunehmend mit KI-generierten Texten.

Von Dr. Simone Kratzmann, Redaktion Digitalbetriebe: Releases, Sicherheit, Regeln, Markt, Köpfe der Digitalwirtschaft

TÜV-Verband und BSI: 17 Prozent der Unternehmen melden KI-bezogene Sicherheitsvorfälle
Symbolbild: Digitalbetriebe (KI-generiert)

Der TÜV-Verband und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben am 7. Oktober 2026 eine gemeinsame Studie zur Sicherheit von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen vorgestellt. Befragt wurden mehr als 500 Unternehmen in Deutschland.

17 Prozent der Unternehmen berichten von Sicherheitsvorfällen, die mit KI zusammenhängen, sei es als Angriffswerkzeug oder als verwundbares System im eigenen Haus. Phishing bleibt mit 90 Prozent die mit Abstand häufigste Angriffsform; die Texte werden laut Studie zunehmend mit Sprachmodellen erzeugt und sind von echten Nachrichten kaum noch zu unterscheiden. Auf der Abwehrseite klafft eine Lücke: Nur 11 Prozent der Unternehmen haben Notfallprozesse, die KI-spezifische Vorfälle abdecken, etwa manipulierte Eingaben an einen Chatbot oder abgeflossene Daten über ein KI-Werkzeug.

Das BSI verweist auf seine Leitfäden für den sicheren Einsatz generativer KI und auf die Pflichten, die mit der europäischen KI-Verordnung auf Anbieter und Betreiber zukommen.

Was das für Betriebe heißt

Für kleine und mittlere Betriebe sind drei Schritte realistisch. Erstens: Jede KI-Anwendung im Haus erfassen, auch die, die Mitarbeiter privat angelegt haben, und festlegen, welche Daten dort hinein dürfen. Zweitens: Die Phishing-Schulung erneuern, denn die alten Erkennungsmerkmale wie Rechtschreibfehler taugen nicht mehr; stattdessen Rückruf über bekannte Nummern bei jeder Zahlungs- oder Zugangsänderung. Drittens: Den bestehenden Notfallplan um KI-Fälle ergänzen, inklusive der Frage, wer einen Chatbot oder ein KI-Werkzeug im Zweifel abschaltet.

Quelle

Laut Digitalbetriebe

„Jedes sechste Unternehmen in Deutschland hat bereits einen Sicherheitsvorfall mit KI-Bezug erlebt, aber nur jedes neunte hat dafür einen Notfallprozess. Das zeigt eine Studie, die der TÜV-Verband und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik am 7. Oktober vorgestellt haben. Phishing bleibt mit 90 Prozent die häufigste Angriffsform, zunehmend mit KI-generierten Texten.“

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